Ganztagsschule

Unsere Schule bleibt eine OGS

 

Elternbefragung: Offene Ganztagsschule oder Flexible Betreuung

 

(verfasst von Monika Straetmans, Gip e.V.) autorisiert für die Homepage von Maria Rach
(Schulleiterin und Vorsitzende des Vewaltungsrates von GiP e.V.)

 

Derzeit findet in den Kindergärten und Grundschulen der Stadt Pulheim eine Befragung statt zur Frage, ob Eltern lieber ein schulisches Angebot der Offenen Ganztagsschule für ihr Kind benötigen oder eine flexible Betreuung

 

Unter dem Register ‚Konzept‘ auf dieser Homepage finden Sie einige Informationen über das Angebot der Offenen Ganztagsschule in kurzen Stichpunkten zusammengefasst.

 

Im Vorfeld der oben genannten Befragungsaktion haben sich die Grundschulleiter der Pulheimer Schulen sehr deutlich gegen die Einführung von flexiblen Betreuungsangeboten an ihren Schulen ausgesprochen.

 

Der Träger Ganztag in Pulheim e.V. teilt diese Auffassung aus folgenden Gründen:

 

Der Offene Ganztag ist ein schulisches Angebot mit einem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. Für diese Aufgaben stehen Lehrer und Erzieher in einem engen Austausch miteinander und arbeiten am Vormittag und am Nachmittag eng zusammen. Dafür haben Schulen vernetzte Konzepte entwickelt bis hin zu Ganztagsklassen, in denen alle Kinder einer Klasse die OGS besuchen und die von einer Klassenlehrerin und einer Erzieherin im Tandem betreut werden.

 

Mittlerweile gehen die Mehrzahl aller Pulheimer Grundschüler und –Schülerinnen ganztägig zur Schule. Die meisten Kinder sind also auch nachmittags in der Schule. Ein verlässliches Miteinander sowie Lernen und Förderung setzen verlässliche Teilnahmen und verbindliche Abläufe voraus.

 

Eine flexible Betreuung insbesondere bei einer großen Anzahl von Kindern führt dazu, dass sowohl Lehrer wie auch pädagogische Mitarbeiter weniger mit der pädagogischen Begleitung der Kinder beschäftigt sind, sondern vielmehr mit der Abarbeitung von Listen, wann welches Kind an welchen Tagen anwesend ist und wann Kinder nach Hause gehen dürfen. Die Schule wird am Nachmittag zum 'Bahnhof' mit 'Wartezonen', auf dem die Kinder an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten verweilen und auf die Abholung warten.

 

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Schulen aufgrund des erheblichen Ganztagsausbaus in den vergangenen Jahren an ihre räumlichen Kapazitätsgrenzen angelangt sind. Weitere parallele Betreuungsangebote neben dem OGS Angebot werden diese Situation und die sich daraus ergebende Belastung für Kinder, Lehrer und päd. Mitarbeiter noch verschärfen.

 

Wir als Kooperationspartner begleiten die Schulen nun seit 10 Jahren beim OGS-Ausbau. Angesichts der mittlerweile erreichten OGS-Schülerzahlen (die meisten Pulheimer Grundschüler sind Ganztagsschüler) und der Raumsituation der Schulen stehen wir der Einführung von flexiblen Maßnahmen in den Schulen außerordentlich kritisch gegenüber. Unser Ziel ist es, weiter gemeinsam mit den Schulen den OGS Ausbau auch qualitativ voranzubringen. Angesichts der vielfältigen pädagogischen Aufgaben, die Schulen heute zu leisten haben, kann dies nur gelingen durch weitest gehende Vernetzung der pädagogischen Programme am Vormittag und am Nachmittag und durch kontinuierliche, gut ausgebildete Bezugspersonen für die Kinder in der Schule.

 

Und diese können wir nur dann halten und gewinnen, wenn die Bedingungen in Schule pädagogisch fprofessionelles Arbeiten weiter zulassen und erfolgreiches pädagogisches Arbeitben befördern.

 

lanfristig sollten OGS Erzieher mehr und mehr mit den Lehrern zusammen im Vormittag und die Lehrer mehr und mehr mit den Erziehern zusammen im Nachmittag arbeiten. Nur so werden wir allen Kindern in der Schule gerecht und können auch Bildungsbenachteiligungen entgegenwirken.

 

GiP steht für flexible Angebote innerhalb von Schulen nicht zur Verfügung.

 

 

 

Im Folgenden finden Sie einige Fragen und kritischen Betrachtungen von Eltern, die sich für den konsequenten Ausbau der Offenen Ganztagsschule einsetzen:

 

  • 1. es gibt für OGS schon nicht genug Räume, so wird es für diese alternative Betreuung ebenfalls unzureichend Räume geben
  • 2. ähnlich steht diese Betreuung vor demselben Küchen- und Essraumproblem, vor dem alle Pulheimer Grundschulen in Bezug auf die Kapazitäten der bisherigen Küchen stehen
  • 3. es wird keine einheitlichen Lösungen geben: keine Standards, keine Preise, kein verbindliches Programm, keine Standards für die  Ausbildung der Betreuer (gerade beim Erziehermangel, werden diese zusätzlichen oft für den Träger kaum rentablen Angebote noch   größere Probleme haben, pädagogische Fachkräfte einzustellen und mussten in der Vergangenheit auf Großelternbörse, FSJler etc.   zurückgreifen)
  • --> jede Schule müsste theoretisch selbst ein Angebot durch einen Träger anbieten lassen, was allerdings ja bereits von den Pulheimer   Grundschulleitungen abgelehnt worden ist
  • 4. Konzeptionell und logistisch ist eine wirklich flexible Gestaltung dieser "Flexiblen Betreuung" für die Schulsysteme mit oft rund 200 Schülern zusätzlich zur OGS nicht umsetzbar (wie wird entschieden, wenn es Tage gibt, an denen alle Eltern eine lange Betreuung wünschen und Tage, an denen fast alle dies nicht wünschen (?) oder wer erstellt die Listen wann welches Kind an welchem Tag welches Angebot nutzt (?) und vor allem wann welches der 200 Kinder abgeholt wird, wer hält dies nach (?), wer verrechnet die entstehenden unterschiedlichen Kosten (?) wie soll an Gesamtprojekten gearbeitet werden oder eine verlässliche soziale Gruppe entstehen können, wenn ein Kind Mo und Mi, das andere Mo und Di und Fr und das dritte Kind nur Mi und Do länger bleibt???)
  • --> Kommt am Ende nicht sowieso raus, dass entweder direkt nach Unterrrichtsschluss (11:30 - 13:15 Uhr) oder genau wie OGS Zeiten um 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr abgeholt wird...
  • 5. diese Betreuungsform ist nicht, wie OGS vom Land gefördert, wird nicht bezuschusst
  • --> Kosten tragen alleine die Trägervereine bzw. die Eltern, die ihre Kinder dort anmelden, sind nicht nach Einkommen gestaffelt und werden nicht wie OGS so wie die Kitaplätze verrechnet bzw. nicht von der Stadt übernommen!

 

 

 

 

 

Unsere Schule ist eine Offene Ganztagsgrundschule.

 

Unter dem Leitbild der Schule mit den darin formulierten Werten richten wir unsere Arbeit im Ganztag an drei Schwerpunkten aus:

 

1. Pädagogische Arbeit mit den Kindern:

Stärker als im Unterricht können wir uns im Ganztag an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder orientieren: Nach dem warmen Mittagessen für alle und der Lernzeit am Nachmittag können die Kinder miteinander spielen, basteln oder an einem der Angebote, das sie zu Beginn der Schulhalbjahres wählen können, teilnehmen.

 

Bei der Begleitung der Kinder am Nachmittag haben wir ein besonderes Augenmerk darauf, wie die Kinder miteinander umgehen - das soziale Lernen, das Vermitteln von Umgangsformen und die Unterstützung der Kinder bei der Suche nach Lösungen im Konfliktfall verstehen wir als einen pädagogischen Schwerpunkt unserer Arbeit. Dabei legen wir beim Personal großen Wert auf kontinuierliche Bezugspersonen. An einem Tag in der Woche stehen die Aktivitäten in den Gruppen im Mittelpunkt: die pädagogische Gruppenarbeit und ein eindeutiges, überschaubares Regelsystem soll den Kindern helfen, sich nach dem Unterricht in der neuen Gruppe im Ganztag zurecht zu finden und sich geborgen zu fühlen.

 

2. Vernetzung:

Wir glauben, dass ein intensiver Austausch zwischen allen den Personen, mit denen ein Kind viel Zeit verbringt und die es erziehen, also hier v.a. zwischen Eltern, Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern im Ganztag für das Aufwachsen von großer Bedeutung ist. Auf diese Weise können die verschiedenen Sichtweisen auf das Kind jeweils abgestimmt und v.a. bei Problemen und Auffälligkeiten gemeinsame Handlungsstrategien entwickelt werden.

 

3. Elternmitarbeit:

Mit Hilfe der Elternarbeit wollen wir das pädagogische Personal im Ganztag weitestgehend frei stellen für die Beziehungsarbeit mit den Kindern und die Arbeit in den Gruppen. Organisatorische Aufgaben, wie Einkauf, Putzen, Waschen werden weitestgehend durch die Mitarbeit von Eltern erledigt.

Die Kopfbuche bleibt noch weitere 2 Jahre in Stommeln

 

Infoabend für Neulingseltern und interessierte "Bestandseltern" aus Pulheim

 

Mittwoch, 5. April 2017

um 19:00 Uhr

in der Study Hall des Geschwister Scholl Gymnasiums

Wir kooperieren mit

Wir werden unterstützt durch INEOS Köln