Ganztagsschule in Ganztagsklassen und additiven Klassen

 

 Konzept der Ganztagsklassen

 

1. Leitideen

 

Die Entwicklung hin zu ganztägigem Lernen ist eine sinnvolle Weiterentwicklung unseres Konzeptes des Individualisierenden Lernens in Bezug auf die Zielsetzungen und die Organisation des Lernens im Sinne von „Sich bilden“.

 

Die Schule fühlt sich einem erweiterten Bildungsbegriff verpflichtet (siehe Anlage) und hat im Lauf der letzen Jahre zielführende Formen der individuellen Förderung aller Kinder entwickelt:

Öffnung von Unterricht hin zu Formen kooperativen Lernens

Selbständiges Lernen mit Wochenplänen

Kompetenzorientiertes Lernen

Veränderung der Kultur der Bewertung.

Für uns bedeutete das, die Perspektive verändern: Unterricht planen heißt für uns, eine Lernumgebung zu gestalten, die es Kindern ermöglicht, ihre Lernwege zu finden.

Kinder lernen das, was sie anspricht, sie erfreut und ihnen lebensbedeutsam erscheint.

Lernen heißt, dass Kinder Prozesse durchlaufen, in denen sie Erfahrung machen, vielfältige Erfahrungen, die in eine Erweiterung ihrer Kompetenzen münden:

Lebenskompetenzen und methodisch-fachliche Kompetenzen.

Förderung heißt für uns Entwicklungsförderung in allen Kompetenzbereichen.

Die Einführung des Ganztags für einen Teil der Kinder hat durch die Kooperation mit der Jugendhilfe und der Sozialpädagogik den Blick dafür geschärft, alle Bildungsprozess vom Kinde aus zu gestalten.

Sie hat neue Kompetenzfelder aufgezeigt: Lebenskompetenz als Selbst- und Sozialkompetenz, kreative Kompetenz und kulturelle Kompetenz rückten daher stärker in den Focus der Lernwegsgestaltung für unsere Kinder.

 

Die Erfahrung zeigt aber, dass im „Additum Vormittag und Nachmittag“ oft Zeit und Raum fehlen, diese neuen Wege angemessen zu gestalten.

Darüber hinaus hat sich gezeigt,

-dass eine Ganztagsgruppe, die sich aus verschiedenen Klassen zusammensetzt, sehr komplex ist und sich jeden Tag wieder neu finden muss (im Gegensatz zu einer Gruppe, die von morgens bis abends gleich ist)

-dass eine abgestimmte Begleitung und Anleitung der Kinder kontinuierliche Bezugspersonen erfordert, die sich eng vernetzen, um einen abgestimmten Regelrahmen für die Kinder umzusetzen.

 

Ganztag bietet ein größeres Zeitbudget für individualisierte Lernprozesse, er macht es möglich neue „Räume“ für Lernen und Leben in Schule zu erschließen und eine zielgerechtere Rhythmisierung zu entwickeln in Bezug auf

- Zeitgestaltung und Bio- und Arbeitsrhythmus

- Arbeitsformen und Lernformen

- Kooperations- und Kommunikationsmöglichkeiten

- Partizipation

- Kreativität

- Nicht im Unterrichtsmodus bewertete Wirksamkeitsfelder

- Bezugspersonen, die kein Zeugnis schreiben

 

Die Einführung ganztägigen Lernens für alle Kinder bietet daher den Kindern die Möglichkeit, sich vielfältiger zu bilden und zu entwickeln, indem die Schule durch…

 

- Kooperation mit außerschulischen PartnerInnen und anderen pädagogischen Disziplinen

- Interdisziplinäres Arbeiten zwischen Unterricht und „anders Lernen“

- Engere Verknüpfung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angebote
und Öffnung für alle Kinder

- Vielfältigere Verzahnung von Lerngruppen (Interessen geleitet, kompetenzorientiert, förderorientiert, ...)

- Entwicklung von Partizipationsformen im Sinne demokratischer Bildung

 

…die Lernangebote für die Kinder reichhaltiger gestalten kann.

 

2. Chancen der Kinder

- Individuelles Lerntempo finden in einem kindgerecht rhythmisierten Tag

- Erfahrungsorientiert lernen in lebensbedeutsamen Bezügen

- Eigenen Lernwege entdecken

- Sich eigene Lernziele stecken

- Selbständig forschen und experimentieren

- Projektideen entwickeln und organisieren

- Musik machen und als kleine Künstler zu gestalten

- Feste feiern und eigene Ergebnisse präsentieren

- Gemeinsam essen, lernen, üben , spielen

- Konflikte austragen und sich vertragen

- Freunde und Freundinnen finden

- Lernen, sich in Gruppen zurechtzufinden in der Balance von Durchsetzen und Einfügen

- Das Schulleben mitgestalten

 
3. Die Rollen von LehrerInnen und Erzieher/innen in der Kooperation ganztägigen Lernens

 

Kennzeichen erfolgreichen Zusammenarbeitens ist die Kooperation auf Augenhöhe.
Ein weiterer Grundsatz ist die Grundidee: Erziehung beginnt mit Beziehung. Grundlage unseres pädagogischen Handelns ist daher die Beziehungsarbeit mit Kindern.

 

Erzieher/innen im Ganztag

 

Die Sozialpädagogik bringt in den Ganztag ihre eigenen Themenfelder ein, aus denen Handlungsfelder entwickelt werden auf dem Hintergrund des erweiterten Bildungsbegriffes (siehe Schulprogramm) und im Sinne Kooperativen Lernens:

- Soziales Lernen als Entwicklung von Lebenskompetenz

- Partizipation und Demokratisierung

- Konstruktiver Umgang mit Konflikten

 

LehrerIn und Erzieher/in arbeiten als Tandem gleichberechtigt in gemeinsamer Verantwortung zusammen in Planung und Durchführung der Gestaltung von Bildungsangeboten am Vormittag und Nachmittag. Dabei bleibt die Steuerung der Unterrichtsprozesse in der Hand der Lehrer/in.

 

 

Ablauf in den additiven Gruppen

 

 Montag - Donnerstag

  8:00               Offener Anfang der Schule

12:00-13:00   Gruppenstunde in der Gruppe

13:00-15:00   Essen und Lernzeit am Nachmittag der Jg-Stufen 1-3 in vier bis

                         fünf Lerngruppen

14.00-15.00   aktive Pause für die Vierties

15:00-16:00   Angebote und Freispiel

                         Lernzeit für die Viertie

 

Freitag:

- >Gruppentag

-   keine Lernzeit am Nachmittag 

-   Elternsprechstunde

-   keine Angebote

 

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„Hausaufgaben“ als Lernzeit in unserer Schule als Offene Ganztagsschule

 

Alle Kinder der Schule erledigen ihre Aufgaben des individuellen und differenzieren-den Übens und des selbständigen Lernens im offenen Unterrichtes, und zwar in der Trainingszeit am Vormittag und in zusätzlichen Lernzeiten am Nachmittag. Das be-deutet für uns, dass auch die Lernzeiten am Nachmittag dem Prinzip der Individuali-sierung folgen müssen.

 

Zwiedrittel unserer Kinder sind im  Ganztag.

 

Die Ganztagskinder gestalten ihre Lernzeit in der Schule, die Halbtagskinder gestalten diese zuhause am Nachmittag.

 

Dabei orientieren wir uns in unseren Zielsetzungen für die Gestaltung der Lernzeiten an den Leitideen von QuiGS ( siehe Anlage). Wir nehmen dabei Abstand von der Begrifflichkeit „Hausaufgaben“.

 

Dabei setzen wir für uns folgende Qualitätsmerkmale fest:

 

1. Wir arbeiten auf einer konzeptionellen Grundlage, die in der Konferenz am 30.5.2007 mit allen Lehrerinnen, den Sonderpädagoginnen, der Sozialpäda-gogin und den päd. Mitarbeiterinnen erarbeitet wurde.

2. Wir sprechen uns im Vormittags- und Nachmittagsteam regelmäßig ab.

3. Die Gestaltung der Lernzeit am Nachmittag für die Kinder der Kombiklassen folgt festgelegten Regeln und Ritualen, dies soll auch für die Halbtagskinder gelten. Die Eltern werden in Info-Veranstaltungen in das Konzept eingeführt werden.

4. Für die Kinder der Ganztagsklassen ist die Lernziet als Zeit des produktiven Übens in den Schultag integriert.

5. Die Räume sind lernförderlich ausgestaltet.

6. Die Gruppen sollen klein, deutlich unter Klassengröße, und für die Kinder

überschaubar sein.

7. Die Lehrkräfte sind in die Begleitung der nachmittäglichen Lernzeit der Ganz-tagskinder eingebunden.

Bei den Halbtagskindern werden die Eltern gebeten und beauftragt, die Lern-zeit ihrer Kinder zu begleiten und den förderlichen Rahmen sicher zu stellen.

7. Die päd. Mitarbeiterinnen der Lernzeitbegleitung können jederzeit im Unter-richt hospitieren. Diese Hospitationen sollen als reguläre Arbeitszeit berechnet und bezahlt werden.

8. Unterricht und die Ausgestaltung der Lernzeiten am Nachmittag sind verzahnt.

9. Individuelle Aktivitätsrhythmen der Kinder werden berücksichtigt.

 

 

Unser Konzept:

 

Die Kinder arbeiten in der Vormittagszeit nach Trainingsplänen, die von der Klassen-lehrerin gestellt und kontrolliert werden. Darin enthalten sind auch individualisierte Aufgabestellungen im Bereiche Mathematik und Deutsch, die auch in den Lernzeiten erledigt werden sollen. Diese Bausteine sind verbindliche Arbeiten.

 

Sie arbeiten nach einer festen zeitlichen Vorgabe:

 

Jahrgang 1 und 2: 30 - 40 Minuten

Jahrgang 3: 45 Minuten

Jahrgang 3: 60 Minuten

 

Nach Beendigung der Pflichtaufgaben beschäftigen die Kinder sich mit eigenen Auf-gabenstellungen, für die sie durch die Lehrerinnen (Halbtagskinder) und durch die päd. Mitarbeiterinnen (Ganztagskinder) Anregungen erhalten.

 

Für die Halbtagskinder stellen die Klassenlehrerinnen eine Ideenliste und Vorschlä-ge im Trainingsplan bereit, auch als Hilfen für die Eltern, dies können sein:

„ Recherchen im internet

„ Besuche in der Bücherei

„ Durchführung von kleinen Experimenten

„ Forscheraufträge alleine der in Gruppen

„ Bastelarbeiten oder kreative Aufgaben

„ Befragungen

„ Sammlung von Materialien für Unterrichtsprojekt

„ ...

 

 

Die geleisteten Arbeiten werden von den Kindern in ihren Trainingsplänen dokumen-tiert

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden präsentiert und also angemessen gewürdigt.

 

Das Arbeitsverhalten in der Lernzeit fließt für alle Kinder in die Leistungsbewertung ein.

 

 

Die Kopfbuche bleibt noch weitere 2 Jahre in Stommeln

 

Infoabend für Neulingseltern und interessierte "Bestandseltern" aus Pulheim

 

Mittwoch, 5. April 2017

um 19:00 Uhr

in der Study Hall des Geschwister Scholl Gymnasiums

Wir kooperieren mit

Wir werden unterstützt durch INEOS Köln