Jahrgangsübergreifendes Lernen

 

Pädagogische Leitsätze (zitiert nach dem Leitbild der Wartburgschule Münster).

- Kinder sind verschieden.
- Jedes Kind soll erfolgreich sein und jedes Kind soll sich anstrengen dürfen.
- Kinder lernen voneinander.
- Kinder brauchen Geborgenheit und Sicherheit.
- Kinder brauchen Anregungen.
- Kinder brauchen Verantwortung.
- Kinder suchen Antworten auf Sinn- und Glaubensfragen.
- Kinder brauchen Grenzen.
- Kinder brauchen qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen.
- Die erzieherische Verantwortung von Elternhaus und Schule ist unteilbar.

Daher haben wir uns dazu entschieden; Jahrgangübergreifend zu arbeiten: In jeder Klasse sind Kinder von Jahrgang 1- 4.


Wir sehen darin folgende Vorteile:

· Die Jahrgangsmischung schafft eine natürliche Lernsituation, die den Kindern aus Familie und aus der ersten Lernzeit im Kindergarten vertraut ist. Sie lernen voneinander und miteinander, da sie sich austauschen und gegenseitig unterstützen können. Daraus ergeben sich zahlreiche Lernchancen auch für die Förderung der Sozialkompetenz, da auch im Zusammenleben und -lernen von Kindern auf unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsständen das Beziehungsgeflecht vielfältiger, aber auch lebensechter und natürlicher ist.

· Das Lernfeld der jahrgangsübergreifenden Lerngruppe ist daher anregungsreicher und lebendiger. Die SchülerInnen werden herausgefordert durch die reichhaltigen und vielfältigen Lernangebote, die sich an verschiedenen Lernständen ausrichten. Den SchülerInnen kann so auch die Chance gegeben werden, sich eigenverantwortlich und weniger abhängig von der Steuerung durch die Lehrerin eigene Lernwege zu suchen.

· Durch die Arbeit mit den jüngeren Kindern können leistungsschwächere Kindern besser unterstützt werden, ihr eigenes Wissen zu festigen, Lücken aufzuarbeiten, und so können sie im Klassenverband Wiederholungsschleifen durchlaufen ohne sie durch den Wechsel der Bezugsgruppe zu entmutigen oder zu destabilisieren. Sie erleben ihre Wiederholungsphase nicht als entwürdigende Herabsetzung, sondern bleiben als "die Großen" in der Gruppe der MitschülerInnen.

· Schneller voranschreitende SchülerInnen können sich an den Lernangeboten der Älteren oder Fortgeschritteneren orientieren und finden hier Anregung und Herausforderung.

· Die Eingewöhnung der Neulinge in die Schule verläuft sanfter und kürzer, da sie als kleine Gruppe schnell von den Älteren in die Gemeinschaft einbezogen werden, sie werden die Regeln und Rituale der Klasse schnell aufnehmen können, und damit wird ihre Aufnahmephase in die Schule kürzer und leichter, da die "Kleinen" Geborgenheit durch die Umsicht der "Großen" erfahren.

· In diesem Sinne stützt JÜL auch die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit aller SchülerInnen einer Klasse, dies auch, da so eingefahrene Rollen schneller aufgehoben werden könne und jedes Kind in je individuellen Bereichen sich als kompetent, unterstützend und erfolgreich erleben kann. Konkurrenzen entstehen weniger häufig, die Fortschritte der anderen werden eher als Ansporn erlebt, denn als Hinweis auf eigene Unzulänglichkeit gewertet.

· JÜL bietet organisatorisch unkomplizierte Formen differenzierten Lernens, was die gezielte Förderung in verschiedenen Bereichen nicht verzichtbar macht.


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Wir werden unterstützt durch INEOS Köln