Hausaufgaben als Lernzeit in unserer Schule als Offene Ganztagsschule

 

Alle Kinder der Schule erledigen ihre Aufgaben des individuellen und differenzierenden Übens und des selbständigen Lernens im offenen Unterricht, und zwar in der Lernzeiten am Vormittag und in zusätzlichen Lernzeiten des produktiven Übens. Das bedeutet für uns, dass auch diese Lernzeiten dem Prinzip der Individualisierung folgen müssen.

Lernzeit-Konzept ab 01.02.2013

Was ist „Lernzeit“? 

 

Unter „Lernzeit“ verstehen wir die Zeit, in der die Kinder eigenständig an vorgegebenen bzw. mit den Lehrerinnen vereinbarten Aufgaben arbeiten. Dies kann die Bearbeitung von vorgegebenen schriftlichen Aufgaben, von Leseaufträgen, das Schreiben eigener Texte, sowie das Erarbeiten und Umsetzen neuer Lerninhalte (z.B. das Erstellen von Plakaten und Referaten) sein. Auch das Auswendiglernen von Gedichten, Vokabeln oder Übungen zum schnellen Kopfrechnen („Blitzrechen“, Einmaleins) zählen zum Lernzeitpensum.

 

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„Lernzeit“ statt Hausaufgaben?

 

In den letzten Jahren hat sich die Pädagogik immer stärker vom klassischen Verständnis der Hausaufgaben distanziert. Heute gilt nicht mehr, dass alle Schüler ein gleiches Pensum von Aufgaben zu bearbeiten haben, sondern der eigentliche Maßstab ist das jeweilige Kind selbst. Daraus ergibt sich, dass es sehr unterschiedlich sein kann, welche Aufgaben ein Kind am Nachmittag zu erledigen hat. Da Kinder in sehr unterschiedlichem Tempo arbeiten, können die Arbeitsergebnisse recht unterschiedlich ausfallen. Entscheidend ist, dass sie sich über einen festgelegten Zeitraum konzentriert mit dem Lernstoff auseinandersetzen. Die unten genannten Zeitangaben sind als Richtwerte zu verstehen. In der Regel teilen sich die Kinder diese Lernzeit selbst ein und entscheiden zunehmend eigenständig, welche Aufgaben ihres Plans sie wann erledigen.

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Was ist der Lernzeitplan?

 

Jedes Kind (Klasse 1 im Laufe des 2. Halbjahres) führt einen eigenen „Lernzeitplan“ den es montags von der Klassenlehrerin bekommt und der bist zum folgenden Montag erledigt sein soll. Hierin sind die Aufgaben für die Fächer Deutsch und Sachunterricht aufgeführt (teilweise als Pflicht- und Wahlaufgaben gekennzeichnet). Falls weitere Aufgaben für den Fachunterricht (Basis, Englisch, Religion, Musik) aufgegeben werden, tragen die Kinder diese selbst in den entsprechenden Bereich in ihren Plan ein – daher nehmen sie ihre Lernzeitpläne auch in den Fachunterricht mit! So werden sie frühzeitig mit dem Führen eines Hausaufgabenheftes vertraut. Die Klassen- und Fachlehrerinnen einer Klasse stimmen sich hinsichtlich des jeweiligen Aufgabenpensums ab. Für Englisch und Religion sind ca. 10 Minuten Lernzeit pro Woche außerhalb der jeweiligen Unterrichtsstunden vorgesehen.

 

Der Lernzeitplan stellt gleichzeitig auch einen „Arbeitsnachweis“ für die Schüler dar, indem sie ihre Arbeit (am Vormittag in der Zeit des Jül-Unterrichtes und am Nachmittag) täglich im Plan dokumentieren.

 

Für das Fach Mathematik erstellen die Fachlehrerinnen einen separaten Arbeitsplan, der in der Mathematikmappe / im Matheheft verbleibt. Auch dieser ist in der Regel über einen längeren Zeitraum zu erledigen, und beinhaltet Aufgaben die sowohl während der Mathestunden als auch in der Lernzeit am Nachmittag bearbeitet werden. Die Kinder sollen ihre Lernzeit so einteilen, dass knapp die Hälfte der vorgesehenen Lernzeit für die Mathematik-Aufgaben verwendet wird.

 

Grundsätzlich gilt: Das im Lernzeitplan vorgegebene Pensum sollte bis zum folgenden Montag erfüllt werden. Schafft ein Kind aufgrund unangemessenen Arbeitsverhaltens seine Aufgaben nicht, muss es diese durch zusätzliche Arbeitszeiten zu Hause nachholen (in der Regel am Wochenende). Ausnahmen hiervon stimmen die Lehrerinnen bei Bedarf mit dem Kind ab und vermerken dies im Lernzeitplan.

 

Hat ein Kind den Lernzeitplan vorzeitig erfüllt, so entscheidet es gemeinsam mit der Lehrerin welche weiteren Forscher- oder Übungsaufgaben für die übrige Lernzeit sinnvoll sind. 

 

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Wie wird „Lernzeit“ an unserer Schule umgesetzt?

 

Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Ministeriums sieht unser Schulprogramm für die verschiedenen Schülergruppen unserer Schule folgende Regelung vor:

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Für unsere Halbtagskinder gelten folgende Angaben als Richtwerte für die tägliche Lernzeit am Nachmittag (Montag - Mittwoch):

 

Klasse 1: 20 Minuten

Klasse 2: 30 Minuten

Klasse 3: 45 Minuten

Klasse 4: 60 Minuten

 

In Anlehnung an das Ganztagskonzept soll auch für Halbtagskinder die Lernzeit am Donnerstag besonders gestaltet werden: Sie können entweder an einem Angebot des Ganztags teilnehmen oder wählen aus einer Sammlung von offenen Angeboten, Forscheraufträgen, musisch-kreativen Aufgabenstellungen, etc. aus. Zeitrahmen s.o.)

 

Am Donnerstag arbeiten alle Vierties der Kombiklassen in der 6. Stunde in einer lehrerbegleiteten Lernzeit selbstständig an ihren Aufträgen.

 

Für Dritties und Vierties ist eine weitere feste Lernzeit von insgesamt ca. 30 Minuten am Wochenende (Fr- So) veranschlagt.

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Die Ganztagskinder der Kombiklassen werden Montags bis Mittwochs in einer Lernzeit am Nachmittag betreut. Auch hier gelten folgende Richtwerte:

 

Klasse 1: 20 Minuten

Klasse 2: 30 Minuten

Klasse 3: 45 Minuten

Klasse 4: 60 Minuten (wahlweise als verbindliches Angebot im Ganztag oder eigenverantwortlich zu Hause)

 

Am Donnerstag besteht die Lernzeit aus einem Wahlpflichtangebot des Ganztags (naturwissenschaftliche Projekte, musisch-kreative Angebote, Theater-AG, Bewegungsangebote, Förderkurse...)

 

Am Donnerstag arbeiten alle Vierties der Kombiklassen in der 6. Stunde in einer lehrerbegleiteten Lernzeit selbstständig an ihren Aufträgen.

 

 

Für Dritties und Vierties ist eine weitere feste Lernzeit von insgesamt ca. 30 Minuten am Wochenende (Fr- So) veranschlagt.

 

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Für die Kinder der Ganztagsklassen ist der Haupteil der „Lernzeit“ im Stundenplan integriert. Der Unterrichtsrahmen der Ganztagsklassen ist so konzipiert, dass die stillen Lernzeiten der Kinder folgenden zeitlichen Vorgaben entspricht:

an drei Tagen in der Woche:

Klasse 1: 20 Minuten

Klasse 2: 30 Minuten

Klasse 3: 45 Minuten

Klasse 4: 60 Minuten

 

Diese stillen Lernzeiten finden teils in der Klassengemeinschaft teils auch in von Fachkräften betreuten Kleingruppen statt.

 

 

Für Dritties und Vierties ist eine weitere feste Lernzeit von insgesamt ca. 30 Minuten am Wochenende (Fr- So) zu Hause veranschlagt.

 

 

 

Für ALLE: Die „täglichen 7 Minuten zu Hause“:

 

Regelmäßige mündliche Übungen tragen wesentlich zum Lernerfolg bei. Darum empfehlen wir dringend, die Kinder zu unterstützen und täglich zu Hause ca. 5 – 10 Minuten (nicht mehr!) anzusetzen, um das schnelle Kopfrechnen (Blitzrechnen) zu trainieren und gegebenenfalls Gedichte, Merksätze oder Vokabeln zu üben.

 

 

 

Welche Rolle haben die Lernzeitbegleiter ?

 

Im Ganztag unterstützen Lehrerinnen oder pädagogische Fachkräfte die Kinder während der Lernzeit. Sie besprechen (bei Bedarf), wie das Kind auf Grundlage des Lernzeitplans die Arbeit einteilen kann, klären gegebenenfalls Probleme beim Verständnis von Aufgabenstellungen und sorgen für ein angemessenes Arbeitsklima. Grundsätzlich sollen die Kinder ihre Arbeit möglichst selbstständig erledigen; bei Fragen oder Schwierigkeiten bei der Bearbeitung einer Aufgabe werden sie die Kinder ermutigen, zunächst selbst nach einer Lösung zu suchen. Eventuell hilft auch ein kleiner Tipp weiter. Falls ein Kind mehr Unterstützung benötigt, setzen die Lernzeitbegleiter die Klassenlehrerinnen durch einen Vermerk im Lernzeitplan darüber in Kenntnis. Dies ist wichtig, damit das Kind nicht längerfristig überfordert wird.

 

Die Aufarbeitung von Lern- und Verständnisschwierigkeiten bleiben Aufgabe der zuständigen Lehrerinnen. Die Arbeitsergebnisse der Kinder in der Lernzeit werden bewusst nicht von den Lernzeitbegleitern korrigiert; Fehler und Lücken dürfen und sollen stehen bleiben und dienen den Lehrerinnen als wichtige Hinweise für den aktuellen Lernstand und entsprechende Fördermaßnahmen.

 

Die Lernzeitbegleiter stehen in regelmäßigem Austausch mit den Klassenlehrerinnen und informieren / beraten sich mit diesen hinsichtlich Besonderheiten und Schwierigkeiten im Arbeits- und Sozialverhalten einzelner Schüler.

 

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Welche Rolle haben die Eltern?

 

Eine wichtige Aufgabe der Eltern ist sicherlich der regelmäßige Austausch mit den Kindern über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Schule und vor allem eine wertschätzende Würdigung der Arbeitsergebnisse und Lernfortschritte!

 

Die Lernzeit zu Hause sollten die Kinder möglichst selbstständig erledigen. Dabei können Eltern ihr Kind bei einer adäquate Zeiteinteilung unterstützen und vor allem für eine gute Arbeitsatmosphäre sorgen (aufgeräumter Arbeitsplatz, Ruhe, …)

 

Bei Fragen oder Unsicherheit bei der Bearbeitung einer Aufgabe sollten Sie die Kinder ermutigen, zunächst selbst nach einer Lösung zu suchen. Eventuell hilft auch ein kleiner Tipp weiter. Falls ein Kind mehr Unterstützung benötigt, geben setzen Sie bitte die Lehrerinnen durch einen kleinen Vermerk im Lernzeitplan über Ihre Hilfe in Kenntnis. Dies ist wichtig, damit das Kind nicht längerfristig überfordert wird! Bei längerfristigen Problemen nehmen Sie bitte dringend den Kontakt zur Klassenlehrerin auf, um gemeinsam angemessene Lösungen zu finden. Bitte verzichten Sie auf eigene „Unterrichtseinheiten“ oder die Vermittlung so genannter „Tricks“. Es führt oft zu größeren Schwierigkeiten, wenn zu Hause andere Methoden und Konzepte vermittelt werden als in der Schule – zusätzliche Unterstützung also bitte immer nach Absprache mit den Lehrerinnen!

 

Sehr hilfreich für Ihr Kind ist es, wenn Sie es bei den ständigen, kurzen (ca. 10 Minuten!!) Übungen des Blitzrechnens (Einmaleins, schnelles Kopfrechnen) oder Einüben von Gedichten, Vokabeln, etc. unterstützen (siehe: Die täglichen 7 Minuten zu Hause).

 

Bitte kontrollieren Sie regelmäßig gemeinsam mit ihrem Kind die Arbeitsmaterialien und ersetzen Sie fehlende Stifte, Kleber, etc. und unterstützen Sie es, Ordnung im Schulranzen zu halten!!!

 

 

 

 

Die Kopfbuche bleibt noch weitere 2 Jahre in Stommeln

 

Infoabend für Neulingseltern und interessierte "Bestandseltern" aus Pulheim

 

Mittwoch, 5. April 2017

um 19:00 Uhr

in der Study Hall des Geschwister Scholl Gymnasiums

Wir kooperieren mit

Wir werden unterstützt durch INEOS Köln