Unterrichtsgestaltung

Didaktische Gestaltung des differenzierten, lerngruppenorientierten Unterrichtes

Der Unterricht in jahrgangsübergreifenden Klassen bringt offene und lehrerzentrierte Unterrichtsformen in sinnvolle Balance.

Offene Unterrichtsformen bieten SchülerInnen die Chance, den eigenen Lernprozess mit zu gestalten und zu steuern. Die Gestaltung des Unterrichts durch die Lehrerin bietet die Möglichkeiten, Lernprozesse gezielt anzustoßen, ihnen eine Richtung zu geben und Förderung angemessen einzusetzen.

Unser Verständnis als Lehrerin ist das der Lernwegsbegleiterin (siehe dazu auch unsere mind map auf S. 26).

Die didaktische Gestaltung des Unterrichtes beruht auf drei Kernbereichen (siehe Grafiken auf den folgenden Seiten und Verankerung im Musterstundenplan)

Kernbereich 1: Trainingszeit
Phasen der individuellen Arbeit in der Form des differenzierten Übens (strukturiert z.B. durch Tages- oder Wochenpläne, Trainings- und Hausaufgabenpläne), wobei sich die Übungsaufgaben am individuellen Lernstand der SchülerInnen ausrichten.

Kernbereich 2: Projektzeit
Phasen der Projektarbeit, die sich an einem gemeinsamen Thema orientiert

Kernbereich 3: Basisstunden
Durch die Lehrerin gelenkter Unterricht (Basis), der ausgerichtet ist auf die Bedarfe der Jahrgangs- oder Lerngruppe.


Differenziertes Üben (Kernbereich 1):
Unser Ziel ist es, die SchülerInnen zum eigenverantwortlichen Lernen zu befähigen. Die SchülerInnen sollen daher die Chancen haben
" die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzgewinne reflektieren zu können
" gewonnene Einsichten vertiefend anzuwenden
" Fähigkeiten zu festigen
" sich Herausforderungen zu stellen und Anforderungen zu erfüllen
" mögliche Defizite für sich selbst zu entdecken, um daraus motiviert in Übungsschleifen einzusteigen
" Methodenkompetenz zu erwerben
" selbständig Arbeitsaufgaben erfüllen zu können
" Unterstützungsformen zu entwickeln und Hilfen annehmen zu können

Diese Unterrichtsform des differenzierten Übens ermöglicht den SchülerInnen individuelles Üben gemäß den Vorgaben des Fachbereiches (z.B. in der Arbeit mit dem Konfetti-Material) und den persönlichen Bedarfen, die sich aus dem individuellen Lernstand ergeben. Die Übungsmaterialien werden den SchülerInnen von den KlassenlehrerInnen zum Teil vorgegeben, es wird aber sicher auch Ziel sein, die SchülerInnen zu befähigen, sich Teile ihres "Plans" selber zusammen zu stellen. Daher müssen die Materialien intellektuell herausfordernd, aber auch individuell "passend" sein.

Zukünftig könnte die Planarbeit im Verlauf der Unterrichtsentwicklung einmünden in die Arbeit mit dem "Arbeitskorb", den die SchülerInnen sich nach "coaching"-Gesprächen mit der Lehrerin selbständig zusammenstellen. Zunächst ist es den Klassenlehrerinnen freigestellt, die Planarbeit in die Arbeitskorbmethode einmünden zu lassen: Sie werden dies vom Entwicklungsstand der Klasse abhängig machen.

Im Fachbereich Mathematik werden wir zur Zeit noch verstärkt in der lehrgangsorientierten Arbeit bleiben. Die SchülerInnen erhalten "Übungshefte" zu bestimmten Bereichen des Faches, die dem individuellen Lernstand entsprechen differenziert werden. Die SchülerInnen erarbeiten sich die Materialien in dem ihnen angemessenen Lerntempo. Die Lehrerin wertet die Arbeitsergebnisse aus als Grundlage für die weiteren Aufgabenstellungen und Differenzierungen.

Auch im Fachbereich Deutsch erhalten die SchülerInnen gezielte Arbeitsaufträge, die den oben genannten Intentionen folgen.

Im Teilbereich "Richtig schreiben lernen" arbeiten die SchülerInnen orientiert an den Materialien von Sommer-Stumpenhorst mit individuellen Arbeitsplänen.

(Siehe dazu auch Kap. 4.5: Didaktisches Arrangement)

 

Projektunterricht (Kernbereich 2)
Der Unterricht ist in der Regel ausgerichtet an einem Rahmenthema aus dem Sachunterricht, möglich ist auch ein gemeinsames Leseprojekt, ein Schreibprojekt oder die Orientierung an Ereignissen des Schullebens: Feste, Klassenfahrten oder Ausflüge,...).

Die Projektmaterialien werden von den Kolleginnen der Fachteams zusammengetragen und enthalten Arbeitsaufträge entsprechend
" den Anforderungen des Inhaltsbereiches und der didaktischen Struktur
" den Bedarfen und Fähigkeiten der SchülerInnen, gemessen an den verschiedenen Lerngruppen (Differenzierung durch die Angebote und die Arbeitsaufträge)
" den Interessen der SchülerInnen
" den Prinzipien der Handlungsorientierung, des fächerübergreifenden Arbeitens und der Anwendungsorientierung
" dem Wunsch oder der Anforderung an die SchülerInnen, in wechselnden Sozialformen arbeiten zu können/zu müssen
" dem durchlaufenden Prinzip "präsentable" Ergebnisse zu erzielen, also auch einer Ergebnisorientierung.

Hier können auch in besonderer Weise die Fähigkeiten der SchülerInnen gestärkt werden, Gesprächskultur zu entwickeln durch gemeinsames Planen, Sammeln, Präsentieren, Auswerten, Dokumentieren; sie lernen sich zu verstehen und zu verständigen.

Die SchülerInnen haben die Chance, sich als Lerngruppe zu erfahren, die auf dem Hintergrund der verschiedenen Kompetenzen und Lernstände in der Lage ist, kooperativ und nicht konkurrierend an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten.

Nach unserem Verständnis ist Offener Unterricht ein methodischer Schritt zu eigenverantwortlichem und selbstgesteuertem Lernen, nicht Selbstzweck, sondern der Intention folgend, SchülerInnen Zuwachs an Sach- und Methodenkompetenz zu ermöglichen. Daher richten wir die Ausgestaltung der Projekte auch aus an den Lernstandards (Inhaltsaspekt), den fachlichen Anforderungen und an dem Ziel, im und durch gemeinsames Lernen Sozial- und Selbstkompetenz zu entwickeln.


Durchgängiges Prinzip für alle Unterrichtsformen ist, dass SchülerInnen sich klaren Anforderungen stellen müssen, die sie individuell mit der Lehrerin im Kleingruppenunterricht für sich formulieren. Daher beabsichtigen wir, die SchülerInnen zügig in die Führung eines Lerntagebuches einzuführen.

Auch hier wird der Schwerpunkt der Lernwegsunterstützung durch die Lehrerin nicht auf der Bewertung, sondern auf der Entwicklung von eigenen Leistungszielen der SchülerInnen liegen.

In den Phasen der individuellen Arbeit und in den Kleingruppenförderstunden (siehe Plan) haben die LehrerInnen Zeit, die Wochenarbeit mit den SchülerInnen zu reflektieren. Mögliche Doppelbesetzungen sollen in diese und in die gezielte Förderarbeit fließen, gemäß der ermittelten Bedarfe.

Dies setzt voraus, dass eine konsequente Lernstandsdokumentation erfolgt, deren Formen wir zur Zeit entwickeln. Dies und die Auswahl geeigneter Methoden der Beobachtung und Diagnose sind neben der Unterrichtsentwicklung die Arbeitsschwerpunkte für das kommende Schuljahr.

Das Kern-Team in Kooperation mit den Fachteams plant den Unterricht in Bezug auf
" die thematische Ausrichtung
" auf die Kerninhalte
" die Methoden
" die Materialien
" auch in Bezug auf die Differenzierung für die Lerngruppen
" oder die Fördergruppen

Die Kopfbuche bleibt noch weitere 2 Jahre in Stommeln

 

Infoabend für Neulingseltern und interessierte "Bestandseltern" aus Pulheim

 

Mittwoch, 5. April 2017

um 19:00 Uhr

in der Study Hall des Geschwister Scholl Gymnasiums

Wir kooperieren mit

Wir werden unterstützt durch INEOS Köln