Neues zum Stand der Planung

Die Raumplanung ist vorbereitet und soll in der nächsten Sitzungsfolge vor den Sommerferien beraten werden. Wir bitten die Eltern ganz herzlich, an den Sitzungen des BKSF und des Rates teilzunehmen!

Umzug nach Pulheim

 

Es ist richtig: Der Rat der Stadt Pulheim hat die Übersiedlung der Schule nach Pulheim beschlossen, in der Sitzung am 23. September 2014, einstimmig.

Der Umzug  findet erst zum Schuljahresbeginn 2017 statt.

 Der Rat begründet dies mit der demografischen Entwicklung: Rückgehende Schülerzahlen in Stommeln und Sinnersdorf, aber steigende Schülerzahlen im Ortskern Pulheim, vor allem wachsender Bedarf an Ganztagsplätzen.

 

Wir, die VertreterInnen der Schule,  sehen darin für die Weiterentwicklung der Schule und für das Lernen Ihrer Kinder große Vorteile:

 

Schon lange sind wir eine Schule,  die über die Dorfgrenze hinaus Anerkennung gefunden hat und von Eltern gewählt wird, auch wenn die Wege weiter sind.

 Daher freuen wir uns auf ein deutlich größeres Gebäude, in dem wir Raum und Zeit finden für unser reformpädagogisches Arbeiten und guten Ganztag, rhythmisiert oder additiv, ganz nach Wunsch der Eltern.

Wir sind ein hoch engagiertes Kollegium und freuen uns auf deutlich bessere Rahmenbedingungen.

 

In den  nächsten 3 Jahren werden wir ganz in Ruhe und großer Gelassenheit hier am Standort, wie gehabt, weiter arbeiten, mit kleinen Klassen, im bewährten Konzept. Der Umzug findet natürlich in den Ferien statt, selbstverständlich ohne Unterrichtsausfall!!!

 

Häufig gestellte Fragen:

Bleiben die Klassen erhalten?

Ja, geplant ist nur ein Umzug: Das Konzept der Schule, die Organisation der Schule, die Klassen und die Klassenelhrerinnen  -   alles bleibt beim Alten.

Wir räumen nur die Möbel um.

 

Werden noch Hauptschüler mit im Gebäude sein?

Ja, 2-3 Klassen 9./10. Jahrgang werden das Gebäude noch mit uns nutzen. Wir sehen darin keine Probleme, weil wir natürlich mit der Schulleiteng der Hauptschule ein Konzept des freidleichen Miteinanders erarbeiten.

Die Hauptschule Pulheim ist eine gute Schule mit dem gleichen Konzept des "Gewaltfreien Lernens" wie wir!!

 

Wird es eine Schulbus-Anbindung geben?

Ja, sie besteht schon. von mehreren Haltestellen in Stommeln aus.

Arbeitsgruppe "Neue Schule"

Das Raumkonzept

 

Raumplanung

für den

Umzug der „Kopfbuche“ nach Pulheim in das Gebäude der Hauptschule

inklusiv, im Gemeinsamen Lernen,
als Offene Ganztagsschule

                 mit rhythmisierten Ganztagsklassen                     

 

Zum Inhalt

  1. Einleitung

  2. Daten und Fakten

  3. Das pädagogische Profil der Schule und die daraus abgeleiteten Raumbedarfe
    3.1. Jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL) und individuelle Förderung
    3.1.2. Unterrichtsgestaltung im JÜL und Raumbedarfe
    3.2. Gemeinsames Lernen (GL)
    3.2.1. Raumbedarfe
    3.3. Ganztagsschule
    3.3.1. Raumbedarfe

  4. Schulhofgestaltung

  5. Tabellarische Übersicht der Raumbedarfe

  6. Anregungen und Wünsche

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    1. Einleitung

     

    „Die pädagogischen und betrieblichen Anforderungen an Schulbauten haben sich in den letzten Jahren stark verändert; dieser Trend wird sich fortsetzen.
    Die neuen Lehr- und Unterrichtsformen, die Wichtigkeit klassenübergreifender Zusammenarbeit und die Entwicklung einer gemeinsamen «Schulidentität» verändern und intensivieren die Raumnutzungen; dies ist sowohl bei Neu- und Erweiterungsbauten, als auch bei Raumoptimierungen im Rahmen von Sanierungen zu berücksichtigen“. (Zürich, 2015)[1]

    Das Zitat beschreibt in kürzester Form die Veränderung in Schule in den letzten Jahren. Die Entwicklung des Schulprogramms und eine systematische Schulentwicklungsarbeit sind zur zentralen Aufgabe der Schule geworden, so dass Schule in den letzten 10 Jahren einen kontinuierlichen Wandel vollzogen hat. Die Sicht auf  Lernen und Lehren hat sich fundamental verändert, aber eben schulspezifisch, nach sehr individuellen Konzepten der jeweiligen Schule.
     Die schulischen Konzepte zur individuellen Förderung, zur Inklusion sowie dem pädagogischen Ganztag brauchen andere Rahmenbedingungen als noch in den 50er bis 90er Jahren. Bis dahin versuchte Schule sich eher in gleichschrittigem Lernen in  vermeintlich homogenen Lerngruppen und schloss gegen 14.00h ihre Tore.

    Daraus folgt, dass die räumlichen Anforderungen an ein Schulgebäude eine Anpassung an das jeweilige Konzept der Schule beinhalten.

    Jedem Kind gerecht werden, individuelle Lernwege ermöglichen, Chancen einräumen, begabungsgerecht fördern, das sind die Standards der Schule im 21. Jahrhundert, und  auch Schule als Lebensraum für Kinder zu denken, die etwa 40 Stunden in der Woche in der Schule verbringen. Das bedeutet:  Raum geben für Projekte und fürs Forschen, für Rückzug und Spiel und um demokratische Erfahrungen zu sammeln. Die Schülerinnen und Schülern sollen ihre Schule heute als  einen Ort des lebendigen, gerechten, sozialen und kooperativen Miteinanders erleben und mitgestalten. Es braucht angemessenen Raum, um diesen Anforderungen gerecht zu werden

    Die Weiterentwicklung von Schule, die die Verknüpfung von Lernen und Leben in der Schule immer mehr in den Mittelpunkt stellt und der die Schulentwicklungsforschung in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung beimisst,  lässt ahnen, dass die bisherigen Raum-Konzepte ausgedient haben. 1 Klassenraum pro Klasse, 1 Raum für den Ganztag – eine Raumordnung, die nicht mehr in Passung zu bringen ist mit den vielfältigen Anforderungen an eine kindgerechte Ganztagsschule.

    Wenn nun neue Schulräume entstehen müssen/ sollen, auch auf dem Hintergrund steigender Ganztagsbedarfe, dann sollten sie sich an den Bedürfnissen der Kinder ausrichten.

    Um die Entwicklung und Bildungsprozesse von Kindern gut zu begleiten,  findet intensive Zusammenarbeit verschiedener Professionen statt. Schule heute ist immer auch eine Team-Schule. Dies  ist aber nur möglich, wenn genug Räume für eine vielfältige Vernetzung in den Gremien und in kleinen Arbeitsgruppen und für eine gut funktionierende Verwaltung zur Verfügung stehen.
    Die längere Verweildauer der Lehrer und Lehrerinnen und der weiteren pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Schule ( in der Regel von 8.00 bis 16.00h )schafft Bedarfe für individuelle Arbeitsplätze. Ein schneller Zugang zum Internet und ein gut ausgebautes Intranetzwerk sollten zum Standard werden, denn Pädagogen und Pädagoginnen verbringen deutlich mehr Zeit  in der Schule insbesondere für gemeinsame  Planung und Gestaltung von Lernarrangements. Für  Schulen, die ein funktionierendes Ganztagskonzept haben, gilt dies in besonderem Maße.

    Schule wird immer mehr auch zum Ort der Begegnung von Menschen der Schulgemeinschaft, eingebunden in den Sozialraum: Das bedeutet vielfältige Zusammenarbeit mit den Eltern als Erziehungspartner und Experten ihrer Kinder  in  Beratung, Gespräch und Austausch, das heißt auch gemeinsame Planung, gemeinsames Feiern zur Stärkung der Identität. Gute Schulraumplanung findet auch dafür geeignete „Orte“.

    Bleibt also festzustellen, dass die Einrichtung einer Grundschule, auch wenn sie bei einem Umzug in ein schon gebautes Haus zieht, bedarfsgerecht geschehen sollte, d.h. die an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet unter Beachtung steigender Ganztagsbedarfe.

     Dabei ist es die Einschätzung der Schulkonferenz, dass in Zeiten finanzieller Knappheit, die Kosten für solche Maßnahmen realistisch eingegrenzt sein sollten.

    2. Daten und Fakten

     

    Die Kath. Grundschule Stommeln „An der Kopfbuche“, kurz die Kopfbuche genannt, feierte dieses Jahr ihr 40jähriges Bestehen. Vor 15 Jahren wurde eine „Betreuung“ „8-1“ eingerichtet, seit 12 Jahren ist unsere Schule eine Offenen Ganztagsschule, seit 10 Jahren unter der Trägerschaft von GiP e.V..

    Seit 14 Jahren ist unsere Schule eine Schule des Gemeinsamen Lernens, GL-Schule, für Kinder mit und ohne Behinderungen.

    Im Schuljahr 2015/16 leben und lernen an unserer Schule 177 Kinder, davon 12 Kinder mit festgestelltem Förderbedarf und 12 LES-Kinder in der präventiven Förderung.

    137 Kinder sind Ganztagskinder, das sind gut 75% der Gesamtschülerzahl.

    Die Hälfte unserer Schulkinder kommt nicht mehr aus dem Ortsteil Stommeln.

    Wir haben 8 Klassen gebildet mit einer Klassenfrequenz von im Durchschnitt 22 Kindern, davon arbeiten 5 Klassen im Konzept der rhythmisierten Ganztagsklassen (Klasse = Gruppe ), 3 Klassen arbeiten nach dem additiven Modell, dazu läuft parallel eine Ganztagsgruppe. De facto hat die Schule also 6 Ganztagsgruppen.

    An der Schule arbeiten 9 Lehrerinnen und 3 Sonderpädagoginnen, 5 Erzieherinnen im Tandem mit der Klassenlehrerin in den Ganztagsklassen, 1 Gruppenerzieherin und 8 päd. Ergänzungskräfte, die Schulleiterin und die Teamleiterin des Ganztages. + 4 Integrationshelfer + Sozialpädagogin für die psychomot. + feinmotorische Förderung  + stundenweise ein Kollege der Schule für Hören und Kommunikation zur Einzel- / Kleingruppenförderung parallel zum regulären Unterricht.

    Die Mitglieder des pädagogischen Teams (Lehrerinnen und päd. Mitarbeiterinnen) sind in der Regel von mindestens 8-15.00 in der Schule.

     

    3. Das Profil der Schule und die daraus abgeleiteten Raumbedarfe

    3.1. Jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL) als Individuelle Förderung

        Individuelle Förderung ist der Kern unserer Arbeit, Maxime und Realität. Es wird durch sehr

        differenzierte Lernarrangements umgesetzt, durch:

                  > Vielfältige Formen des Unterrichtes, das bedeutet vielfältige Möglichkeiten des Lernens für alle

                   Kinder
                  > Jahrgangsgemischte Klassen mit breitem Lernangebot für alle Kinder
                  > Regelmäßige Projektarbeit, 4-5 Projekte pro Jahr
                  > Tägliche Zeiten des Selbständigen Lernens
                  > Kooperatives Lernen

                                  > Regelmäßige Förderkonferenzen für alle Kinder in den Teamsitzungen
                  > Lernzeit statt Hausaufgaben

                 > Vielfältige Förderangebote und -gruppen
                                 - Für besonders begabte Kinder
                                  - Für Kinder mit längeren Lernwegen
                                  - Für Kinder mit besonderen Bedarfen
                                  - Für Kinder mit Behinderungen
                  > Intensive Kooperation in der Vorbereitung des Unterrichtes durch eine
                    ausgereifte Teamstruktur

                 > Pädagogisches Ganztagsangebot, ausgerichtet auf Erziehung, Bildung und Förderung, d.h.
                                  - Sehr enge Vernetzung des Kollegiums mit dem päd. Team
                                  - Qualifizierte Begleitung der Lernzeiten
                                  - Vielfältige Förderangebote im Bereich Lernen und in den Bereichen
                                   Kreativität und Bewegung
                                   - Gesunde Ernährung

                > Regelmäßige Kulturprojekte mit externen Künstlerinnen und Künstlern in
                > Musik, Tanz, und bildender Kunst
                 > Chor und Theater-AG mit regelmäßigen Aufführungen

 > enge und regelmäßige Zusammenarbeit mit Vertretern der kirchlichen Gemeinden (Kontaktstunde)

                                > Enge Vernetzung mit Beratungsstellen, dem Jugendamt, der Regionalen Schulberatung,

 dem  Frühförderzentrum, Therapeuten und Therapeutinnen

               > Übernahme von Pflegetätigkeiten bei körperbehinderten Kindern / Kindern mit Enuresis / Enkropresis

 

3.1.2 Unterrichtsgestaltung im JÜL und daraus resultierende  Raumbedarfe

Der Unterricht in jahrgangsübergreifenden Klassen bringt offene und lehrerzentrierte Unterrichtsformen in sinnvolle Balance.

Offene Unterrichtsformen bieten Schülern und Schülerinnen die Chance, den eigenen Lernprozess mit zu gestalten und zu steuern.

Kernbereich 1: Lernzeit

Phasen der individuellen Arbeit in der Form des differenzierten Übens im JÜL (strukturiert z.B. durch Tages- oder Wochenpläne, Trainings- und Hausaufgabenpläne), im Klassenverband und im Klassenraum

Kernbereich 2: Projektzeit
Phasen der Projektarbeit im JÜL die sich an einem gemeinsamen Thema des Lehrplans orientieren, handlungsorientiert, in offenen Lernarrangements. Gebraucht werden Kleingruppenräume und Fachräume und ein Lernbüro ( Raum mit vielfältiger Materialsammlung und Medienausstattung, in dem die Kinder selbständig unter Aufsicht eigene Arbeiten, Referate, Vorträge, Wandzeitungen… erstellen können.)

Kernbereich 3: Basisstunden
Durch die Lehrerin gelenkter und jahrgangsgleicher Unterricht (Basis), der ausgerichtet ist auf die Bedarfe der Jahrgangs- oder Lerngruppe. Die Jahrgansgruppen sind kleiner als Klassenstärke, daher brauchte es hier mehr Raum,  ca 10 parallele Klassen- bzw. Fachräume.

 

3.2. Gemeinsames Lernen (GL)

Nach dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz (SchRÄG)  haben Eltern von Kindern mit Förderbedarfen Anspruch auf Beschulung ihrer Kinder in einer Regelschule, sofern die Kinder nicht selbst- oder fremdgefährdend in ihrem Verhalten sind. Unsere Schule ist eine der GL-Schulen in Pulheim, dies mit 14jähriger Erfahrung und mit guter Akzeptanz in der Pulheimer Elternschaft. Daher wählen verstärkt viele Eltern unsere Schule als Förderort für ihre Kinder.

Das Gemeinsame Lernen folgt der Maxime: So viel gemeinsame Themen/Inhalte wie möglich, soviel sonderpädagogische Differenzierung wie notwendig bzw. wie möglich. Die Kinder werden von der Grundschullehrerin und stundenweise durch eine Sonderschullehrerin gemeinsam unterrichtet. Für sie gelten die Richtlinien des jeweiligen sonderpädagogischen Förderschwerpunktes:
Derzeit werden an unserer Schule Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen,  Geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung und emotionale und soziale Entwicklung,  im Förderschwerpunkt Kommunikations- und Verhaltensentwicklung bei Autismus,  im Schwerpunkt Sprache  und im Schwerpunkt Hören und Kommunikation unterrichtet. Außer den Kindern der Schuleingangsphase, für die  gem. des 9. SchRÄG  die Förderbedarfe der Entwicklungsverzögerungen, d.h. Bedarfe im Bereich Lernen, Emotionale Entwicklung und Sprache ( L, E, S) erst im 3. Schulbesuchsjahr erhoben werden dürfen, lernen an unserer Schule 12 Kinder mit erhobenem und festgestellten Sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. Ein Großteil dieser Schüler hat im psychologischen Gutachten Schwierigkeiten bei der Arbeit in großen Lerngruppen und daraus resultierend den dringenden Bedarf von Rückzugsmöglichkeiten sowie regelmäßige Einheiten von  Unterricht in Kleingruppen / Einzelförderung attestiert.
Auch im Bereich der Förderung nach L, E, S hat unsere Schule eine hohe Akzeptanz bei Eltern, d. h.  auch eine  hohe Nachfrage nach Schulplätzen. Wir fördern in 2015/16  12 Kinder im Bereich LES!

 

Über die Möglichkeiten des differenzierenden und individualisierenden Unterrichts im JÜL hinaus, wird die sonderpädagogische Arbeit durch folgende methodische Elemente im Classroom-Management ergänzt und unterstützt:
" Kleinschrittiges Lernen im Klassenverband oder in kleinen  Fördergruppen, manchmal auch Einzelförderung
" Ganzheitliches Lernen in kleinen Gruppen innerhalb und außerhalb des Klassenraumes
" Ritualisierung des Unterrichts durch verkürzte Arbeitsphasen mit anschließenden Entspannungs- und/oder Bewegungspausen in gesonderten Räumen
" Sensorische Integrationsübungen (auditives, visuelles und taktiles Wahrnehmungstraining)
" Verwendung spezieller Computersoftware
" Zusammenstellung handlungsorientierter Unterrichtsmaterialien und Hilfsmittel, ausgerichtet am individuellen Förderschwerpunkt des GL-Schülers

Die Sonderpädagoginnen sind Ansprechpartner für alle Kinder einer Klasse, d.h. von den oben genannten Trainingsangeboten profitieren bei Bedarf auch die übrigen Kinder der Lerngruppe.

3.2.1. Raumbedarfe: (Tabellarische Übersicht am Schluss)

 

Im Raumprogramm müssen 8 Klassenräumen für die Klassen vorhanden sein, dazu mindestens 3 Räume als Differenzierungsräume für Unterricht in Klassengröße. Es braucht darüber hinaus 4-5 kleinere Nebenräume, die Arbeit in Kleingruppen für  handlungsorientierte Unterrichtsphasen ermöglichen, ohne zugleich die Lernsituation der übrigen Klasse zu behindern, gleichermaßen werden diese Räume genutzt für Phasen des eigenverantwortlichen und kooperativen Lernens.

Gerade Kinder im Förderbereich des  Autismusspektrums oder Kinder mit erheblichen Bedarfen der emotionalen Entwicklung brauchen Rückzugsorte.
Um begabungsgerechte Förderung zu ermöglichen, auch z.B. für Kinder mit Lernstörungen,  braucht es Räume für Kreativ- und Kunstprojekte, eine Werkstatt, einen Raum für Musik Machen und Hören, für Lesen, Recherchieren (Lernbüro) und für die Präsentation von Lernergebnisse.

Keinesfalls zu vergessen: Für das Feiern.

Dabei werden selbstverständlich alle Räume vom Vormittag und vom Nachmittag gleichermaßen genutzt, so dass es keiner gedoppelten Raumangeboten bedarf.

Für Ganztagskinder mit Unterstützungsbedarfen im Bereich Sprache wird die Sprachtherapie im Nachmittagsbereich durchgeführt, während der Schulzeit, auch hier werden die kleinen Nebenräume erneut genutzt, gleichermaßen auch für die pädagogischen Angebote des Nachmittages.

 Für Kinder mit Entwicklungsbedarfen und im Bereich Geistiger Entwicklung braucht es einen Pflegeraum, in dem auch physikalische Therapie stattfinden kann, ausgerüstet mit Waschgelegenheit  und Wickelmöglichkeit.

Die Toilettenanlage auf dem Schulhof muss behindertengerecht umgebaut werden.

3.3. Ganztagsschule

 

Der Bedarf nach pädagogischem Ganztag ist gestiegen, aktuell liegt er für unsere Schule bei 75% der Kinder, die täglich bis mindestens 15 Uhr in der Schule verweilen. Ihnen guten Lern- und Lebensraum zu bieten, stellt hohe Anforderungen auch an die räumliche Ausstattung, um deren vielfältigen Bedürfnissen gerecht zu werden.

 

Der Ganztag soll ausreichende Zeitbudgets für individualisierte Lernprozesse bieten, er muss daher  „Räume“ für Lernen und Leben in Schule erschließen und eine zielgerechtere Rhythmisierung  entwickeln in Bezug auf

  • Zeitgestaltung und Bio- und Arbeitsrhythmus

  • Arbeitsformen und Lernformen

  • Kooperations- und Kommunikationsmöglichkeiten

  • Partizipation

  • Kreativität

  • Nicht im Unterrichtsmodus bewertete Wirksamkeitsfelder


    Die Einführung ganztägigen Lebens und Lernens soll allen Kindern, die eine lange Verweildauer in der Schule haben, und auch denen die keine häusliche Unterstützung haben, die Möglichkeit bieten, sich vielfältig zu bilden und zu entwickeln.

    Ganztag fördert damit die Chancengerechtigkeit, denn wir fördern im Ganztag gerade auch die Kinder, die im häuslichen Umfeld keine intensive Unterstützung finden können.

    Im Ganztag wollen wir uns ganz stark an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder orientieren: Neben  dem warmen Mittagessen für alle und den vielfältigen Formen von Lernzeiten am Vormittag und am Nachmittag können die Kinder miteinander spielen, basteln oder an einem der außerunterrichtlichen Angebote, das sie zu Beginn der Schulhalbjahres wählen können, teilnehmen. Selbst- und Sozialkompetenz werden gestärkt, gerade auch bei Kindern, die ohne Geschwister aufwachsen.

     

    Die Einführung von rhythmisierten Ganztagsklassen, (Klasse gleich Gruppe: alle Kinder einer Klassen sind Ganztagskinder), macht nicht den Bedarf an zusätzlichem Raum überflüssig. In Vor- und Nachmittag bietet dieses Konzept den Kindern weitere Möglichkeiten, differenziert zu lernen und zusätzliche Bildungsangebote nutzen zu können, wenn genügend Räume zur Verfügung stehen, um Differenzierung nach Alter und Entwicklungsstand, nach Interessen und Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten möglich zu machen.

    Dieses Angebot des Ganztages hat die Nachfrage nach Ganztagsplätzen gesteigert, da nun viele Eltern für ihre Kinder auch dann Ganztagsplätzen wünschen, wenn sie nicht unbedingten „Betreuungsbedarf“ haben.

     

    3.3.1. Raumbedarf

     

    Schon allein durch die längere Verweildauer der Kinder in der Ganztagsschule muss ein ausreichendes Raumangebot sichergestellt sein. Es ist aus psychohygienischer Gründen erforderlich, den Kindern genügend Möglichkeit zu Rückzug und Entspannung, zu Spiel und Arbeit in ruhiger Atmosphäre bzw. zum ausgelassen Gruppenspiel und angeregter Unterhaltung zu geben. Die oben beschriebenen Raumbedarfe müssen hier also ergänzt werden durch einen kleinen Gruppenraum und einen zweiten Raum von Klassengröße für Gruppenangebote im Nachmittag, wenn die Klassenräume noch belegt sind durch Lernzeiten und Unterricht.

    Es braucht einen Mensabereich für ca. aktuell 140 Kinder mit einer anforderungsgerechten Ausgabeküche,

     Einrichtung mit allen Schränken und Geräten ist vorhanden, und einen Speiseraum, der es 140 Kindern ermöglicht, in der Mittagszeit zwischen 12.00 und 14.00 in Ruhe zu essen.

     

     

    4. Schulhofgestaltung

     

    Sport, Spiel, Bewegung und Freispiel sind unabdingbare Bestandteile des Lernens und Lebens in der Schule und der Gesundheitsförderung. Sie dienen der Erholung und Rekreation, der Steigerung von Konzentration und vor allem der Lebensfreude und der Begeisterung.

     

    Der Gestaltung des Schulhofes kommt daher besondere Bedeutung zu.

    Neben Spielecken, Sitzgelegenheiten in Nischen, braucht es den Sandspielplatz, Bolzfläche, Klettergerüst, Schaukeln und freie Spielflächen. Die Kinder der Kopfbuche haben eine Spielgeräteausleihe selbständig organisiert, die Spielgeräte hat der Förderverein angeschafft, die Schaukeln sind nach Spende des Fördervereins vorhanden.

    Die Kinder der Schule haben sich Gedanken gemacht über eine mögliche Schulhofgestaltung. Ihre Ideen und ihr Entwurf sind dem Konzept beigefügt.

     

    5. Tabellarische Übersicht:

    Hier stellen wir die Bedarfe in ihrer Übersicht noch einmal zusammen, einiges ist selbst erklärend, für anderes erwächst die Begründung aus der Darstellung des päd. Konzeptes.

     

    Es ist der dringende Wunsch der Schule, bei Umzug in das Gebäude der Hauptschule die Prozesse so zu gestalten, dass die Zeit der Provisorien möglichst kurz ist und in ihren Ausmaßen möglichst klein bleibt. Denn für Kinder ist die 4 jährige Grundschulzeit „LEBENSZEIT“.

    Außerdem leisten die Lehrerinnen und päd. MitarbeiterInnen in einem so hoch komplexen System der individuellen Förderung eine höchst engagierte, aber auch sehr anstrengende Arbeit, zeitintensiv und belastend.

     

    Provisorien erhöhen den Arbeitsbedarf um ein Vielfaches und schaffen Unruhe und Druck bei den Kindern, vor allem bei denen mit Förderbedarfen im Emotional-Sozialen Bereich und im Bereich Autismus-Spektrum-Störungen.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Tabelle der Raumbedarfe

     

 

Lern- und Förderräume

Für Vormittag und Nachmittag

 

IT-Ausstattung

Alle Plätze  mit Internetzugang!!

 

Kommentar

 

 

 

8 Klassenräume

je

4 Rechnerplätze

 

Für JÜL im Klassenverband,

davon 5 Klassen als Multifunktionsräume für rhyth. Ganztagsklassen

Ausstattung vorhanden

4-5 Gruppenräume

____

In der Nähe oder verbunden mit den Klassenräumen

Als kleine Differenzierungsräume und für Kleingruppenunterricht im GL und für Förderangebote im Nachmittagsbereich

 

2 Differenzierungsräume/ Mehrzweckräume in Klassengröße

je

2 Rechnerplätze

Für den Lernbereich der Basisstunden und den Fachunterricht.

 Im Fachunterricht gibt es mehr jahrgangsgleiche Parallelgruppen als Klassen

( Differenzierung und GL)

Ein Raum mit kleiner Küchenzeile für Schülerkoch-AG´s

1 großer Raum (mindestens Klassenraumgröße)

4 Rechnerplätze

Bibliothek und Lernbüro Individualisierendes Lernen, eigenverantwortliches Lernen

 

2 Gruppenräume in Klassengröße

 

____

für die additive Ganztagsgruppe

 

1 Multifunktionsraum

Ca 90qm

____

Musikraum, Theatersaal, Assembly Hall für die Wochenfeiern

Schülerparlament und Schülerkonferenzen

Reformpäd. Konzept

Lerninseln in den Fluren

 

… bedürfen der Brandschutzprüfung

 

 

 

Essen, Übermittag-Versorgung

 

 

 

Mensa mit Küche

___

 

Als Ausgabeküche, besser noch als Küche für Frischkochen

 

Großer Speiseraum

 

----

Größer als Klassenraum um genügend Kapazitäten bereit zu stellen

 

Intakte Toilettenanlage

mit behinderten-gerechter Ausstattung + ausreichender Zahl von Waschbecken (Händewaschen vor den Mahlzeiten! + Zähneputzen nach den Mahlzeiten)

 

Renovierung des Bestandes notwendig

 

 

 

 

 

Verwaltung

 

 

 

 

Sekretariat

 

1 Rechnerplatz

 

 

 

Gip-Büro

1 Rechner-

platz

 

 

 

Schulleiterzimmer

 

2 Rechnerplätze

 

 

Ev. für Konrektor(in)

 

 

Sprechzimmer

 

1 Rechnerplatz

 

 

Doppelnutzung mit Sozialarbeiterin

 

Elternge-spräche, Mitarbeiter-gespräche und für kollegiale Fallberatung

 

Sanitäts- und Pflegeraum

 

 

-----

 

Für GL-Kinder mit Pflegebedarfen

Und Physiotherapie bei Förderschwerpunkt KM u d GE

 

 

Hausmeisterraum

 

1 Rechnerplatz

 

In der Nähe des Ausgangs

 

 

 

Lehrerzimmer

 

4 Rechnerplätze

 

mit Teeküche

 

 

 

 

Sammlungsraum in

Klassenraumgröße

 

Für Unterrichtsmaterialien: SU,  Mathematik, Deutsch, Landkarten, Präsentationsmedien (Stellplatz für Fernsehwagen, Medienwagen…)

 

Alles an einem Platz!

 

 

 

Schulhofgestaltung

 

 

 

 

 

Öffnung des Wäldchens für die Pausen und die Nachmittagszeiten

 

Sandspielbereich

 

 

 

Kletterzone

 

 

Klettergerüst über Förderverein

Schaukelbereich

 

 

Schaukeln vorhanden

Bolzplatz

 

 

 

Sitzecken

 

 

 

 

 

 

 

Wir gehen davon aus, dass Barrierefreiheit hergestellt wird.

 

Wir regen einen Sicherheitscheck an: Fenster (Absturzgefahr).

 

 

Es bedarf der Anbringung von Garderobenleisten im Flurbereich sowie von Stellflächen für Schuhe und Schulranzen.

 

Die Renovierung und Schönheitsreparaturen des gesamten Gebäudes nach einem Farbkonzept der Schule sollte dringend erfolgen, da nur ästhetisch schön gestaltete Räume gute Lern- und Lebensräume für Kinder sind. ( Der Raum als dritter Pädagoge).

 

In der Vergangenheit haben sich die Eltern der Kopfbuche immer wieder an den Renovierungs- und Gestaltungsarbeiten und der Schulhofgestaltung umfassend und intensiv beteiligt. Dies sei an dieser Stelle ausdrücklich auch für die Zeit des Umzuges und der Etablierung in Pulheim zugesagt.  

 

6. Anregungen und Ausblick

 

Die Raumbedarfe können durch Rückbauten der Fachräume im Hause erwirtschaftet werden, wenn z. B. die Mensa als Neubau auf dem Schulgelände errichtet würde.

 

Da auf dem Gelände an der Escher Straße eine mehrgruppige KiTa eingerichtet werden soll, schlägt  die Planungsgruppe folgendes vor:

 

Die Mensa könnte auf dem Geländeteil zwischen dem ehemaligen Grundschulgebäude und dem Hauptschulgebäude entstehen.

Sie könnte von beiden Einrichtungen genutzt werden.

Die Küche wäre dann eine Küche für frische eigene Essenzubereitung, gesunde Ernährung auch für die Grundschulkinder!

Die KiTa-Kinder erhielten einen eigenen kleinen Speiseraum, der Ruhe und Geborgenheit bietet, die Grundschulkinder einen eigenen größeren Speiseraum.

 Eine Bibliothek könnte angegliedert werden, die von beiden Einrichtungen genutzt werden könnte und Gemeinschaftsprojekten Raum gäbe.

 

 

 

 

 

 

 

 



[1]Anforderungen an Schulbauten, Stadt Zürich, Schul- und Sportdepartment, 2015


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